Affiliate Betrug auch bei Agenturen!

Dieser Artikel wurde aus dem Archiv der Linkmafia.org übernommen.

Wenn es um das Thema „Betrug im Affiliate Marketing“ geht, sind sich die meisten Akteure schnell einig: Publisher sind hier die Quelle allen Übels. Was aber, wenn ich euch nun sage, dass es auch Beschiss und Betrug auf Seiten der betreuenden Affiliate Agenturen gibt? Und das nicht zu knapp!

Es ist meiner Meinung nach ein Unding, dass der schwarze Peter direkt an die Affiliates durchgereicht wird.

Wenn Publisher „bescheissen“, dann verstoßen sie meistens nur gegen die Richtlinien des eigenen Partnerprogramms und riskieren den Ausschluss bzw. die Kündigung der Partnerschaft. Wenn Agenturen betrügen, dann wird es oft richtig kriminell …

Wie läuft also der Affiliate Betrug bei Agenturen und vor allem: Wie kann man sich als Advertiser oder Publisher davor schützen?

Schauen wir uns zunächst die Methoden an, mit denen einige Affiliate Agenturen versuchen ihre Advertiser übers Ohr zu hauen:

Problem: Brand Bidding.

Der Klassiker, immer wieder gerne versucht von Publishern und auch von Agenturen. Agentur A betreut dabei das Partnerprogramm, Agentur B – oder der Advertiser selbst – kümmert sich um das SEM-Geschäft. Nicht nur Publisher versuchen hier gezielt die günstigen Transaktionen abzugreifen, sondern gerne auch mal der eigene Dienstleister. Dazu meldet sich die Agenur als Publisher beim eigenen Partnerprogramm an, bestätigt sich selbst die Partnerschaft und bucht bei AdWords & Co schön die Markenbegriffe ein. Es ist leicht verdientes Geld und man kann zusätzlich der Konkurrenz die Butter vom Brot nehmen. Clevere Brand-Bidder verstecken die Anzeige vor dem Kunden, indem sie bestimmte Regionen oder Städte bei AdWords vom Zielgebiet ausschließen.

Lösung: Monitoring der Markenbegriffe inhouse.

Der Advertiser sollte selbst ein lückenloses Monitoring seiner Brand-Suchbegriffe durchführen! Eigentlich kümmert sich die dienstleistende Agentur um solche Aufgaben. Es empfiehlt sich jedoch, besonders bei Verdachtsmomenten, das „Monitoring zu monitoren“, quasi den Überwacher zu überwachen. Diese Information geben wir natürlich NICHT an den Dienstleister weiter, is klar. 😉

Ich empfehle hier das Tool der xamine GmbH, genannt Brand Protect. Nicht umsonst wird es von vielen Publishern bereits als „Stasi-Tool“ bezeichnet. Es überwacht Markenbegriffe in den Suchmaschinen und protokolliert sehr detailliert jede Art von Werbebuchung auf diesen Begriffen. Durch eine besonders hohe Anzahl an vorhandenen IP-Adressen ist es für Betrüger fast unmöglich, die Anzeigen vor dem Tool zu verbergen. Hat man erstmal die Anzeige eines Brand-Bidder erfasst, braucht man lediglich aus dem verwendeten Partnerlink den Partner dahinter zu ermitteln.

Problem: Ad-Hijacking.

Eine „Weiterentwicklung“ des Brand-Biddings. Hierbei wird nicht nur auf den Markenbegriff geboten, sondern die Anzeige des Advertisers exakt kopiert, natürlich mit dem Partnerlink des „Störers“ versehen. Ad-Hijacking hat den Vorteil, dass der SEM-Verantwortliche den Betrug nicht sofort bemerkt. Bei oberflächlicher Kontrolle sieht er die kopierte Anzeige und hält diese für seine Eigene. Dass es sich dabei jedoch um eine Fremdanzeige handelt, bemerkt man erst wenn man sich die Ziel-URL anschaut.  Clever getarntes Brand-Bidding eben.

Lösung: Monitoring der Anzeigentexte inhouse.

Auch hier empfiehlt sich der Einsatz von Tools wie Brand Protect. Das Tool erkennt Plagiate und Kopien der eigenen Anzeigentexte und zeigt exakt wann, wo und vor allem von wem die eigene Anzeige „gehijackt“ wurde! Es gibt auch Dienstleister, die diese Aufgabe übernehmen, beispielsweise das Angebot Brand Secure der eprofessional GmbH aus Hamburg (mein Ex-Arbeitgeber).

Problem: Publishing auf Agenturseite.

Extrem unfair gegenüber den eigenen Affiliates. Hierbei betreut die Agentur nicht nur das Partnerprogramm des Advertisers, sondern ist (verdeckt) selbst als Publisher tätig. Für die Agentur ist es dabei ein leichtes, gut-funktionierende Publishing-Ideen der Affiliates zu kopieren um ihnen die Umsätze abzunehmen. Besonders dreiste Agenturen schmeissen dann auch noch die geprellten Publisher aus dem Programm.

Lösung: Agentur-Publishing vertraglich ausschließen und Monitoring der Top-Publisher!

Entscheide ich mich als Advertiser für eine Affiliate Agentur, würde ich vorab klären bzw in Erfahrung bringen, ob die Agentur meiner Wahl eigene Projekte (Webseiten, Preisvergleiche, Portale, etc.) im Web vorantreibt. Dazu empfiehlt es sich, einmal genau in die Kunden bzw. Referenzliste der Agentur zu schauen. Noch besser: Fragen sie einfach einen ihrer (zukünftigen) Publisher! Die Jungs wissen meisten sehr genau, wer in ihrer „Nische“ unterwegs ist. 😉

Zusätzlich würde ich in jedem Fall vertraglich festhalten, dass der eigene Dienstleister NICHT selbst als Publisher des betreuten Partnerprogramms aktiv werden darf – zur Not unter Androhung von Vertragsstrafen.

Natürlich kann man hier auch Ausnahmen machen, besonders wenn die Agentur schöne, thematisch-passende Projekte bereits länger betreibt oder ein gutes Publishing-Konzept vorlegt. Es geht hier lediglich darum zu verhindern, dass die eigene Agentur hinter dem Rücken des Advetisers als Publisher aktiv wird und möglicherweise die eigenen Affiliates vergrault oder ihnen Konkurrenz macht.

Problem: Traffic-Diebstahl.

Mein persönlicher Favorit, weil besonders dreist, schmutzig und kriminell! Ich habe hier schon die krassesten Fälle miterlebt.

Ein Beispiel: Es war mal eine große, sehr bekannte Agentur, die für einige Kunden sowohl die SEM-Kampagnen betreut (inkl. Brands), als auch das Partnerprogramm steuert und beaufsichtigt. In dieser Kombination war es ein leichtes, die Agentur als Publisher anzumelden und einen Teil des Brand-Traffics über die eigenen Partnerlinks umzuleiten. Im Ergebnis hat die Agentur massig Transaktionen im eigenen Affiliate-Account generiert, bei Null Ausgaben, also absoluter Reingewinn (!!!). Sowas ist natürlich richtig kriminell, Veruntreuung von Budgets und Betrug am eigenen Kunden. Ein paar Reports frisiert und die Sache fällt dem Kunden kaum auf. Harte Nummer.

Und weil sie nicht erwischt wurden, bescheissen sie noch heute … 😉

Noch ein Beispiel: Eine andere, große Agentur hat sich eine etwas merkwürdige Art des Setups von Partnerprogrammen einfallen lassen. Alle Partnerlinks führten hierbei nicht direkt in den Online Shop, sondern auf eine „Zwischenseite“ der Agentur, welche auf der Domain des Kunden installiert wurde. Diese Seite hatte eigentlich keinen Inhalt, lediglich einen einzigen Button „Hier gehts direkt in den Shop“. Da fragt man sich natürlich: Was soll das? Wozu den User erst auf eine Vorschaltseite schicken, wenn der einzige Ausweg aus dieser Seite ein Link in den Shop ist? Wozu der zusätzliche Klick??? Ganz einfach: Auf diese Weise hat die Agentur die Möglichkeit, die ID des Partners durch die eigene ID auszutauschen! So kann sie einen beliebig großen Anteil des Traffics abzweigen und die Provisionen kassieren.

Auch das System funktioniert nach wie vor und spült ohne Ende Kohle in die Kasse …

Lösung: Nicht ganz einfach zu handeln …

Die Schwierigkeit besteht darin, das Setup zu verstehen um dann zu bewerten. Dazu fehlt oft das nötige Know-How beim Kunden. Hier empfiehlt es sich, einen externen Spezialisten zu Rate zu ziehen um das Setup zu prüfen. Profis erkennen sehr schnell, wo sich ggf. die „Grauzonen“ im Setup befinden.

Alternativ kann man sich an Prävention und / oder Abschreckung versuchen. Als Kunde sollte man sich nicht komplett auf den Dienstleister als „Black Box“ verlassen. Verlangt daher alle Zugangsdaten zu den einzelnen Marketing Kanälen (AdWords, Affiliate Netzwerke, Vermarkter, etc.) Überprüft die Reportings der Agentur, gleicht diese mit den Zahlen der einzelnen Kanäle ab, gebt der Agentur das Gefühl, dass ihr die präsentierten Zahlen selbst prüft und versteht.

Mein Fazit:

Beschiss auf Agenturseite ist mindestens genauso verbreitet wie die Versuche der Publisher, das System auszutricksen. Affiliate Netzwerke wissen in der Regel sehr genau bescheid, welche Dienstleister sauber arbeiten und welche nicht (der Fraud findet ja über ihre Systeme statt). Leider ist es jedoch nicht einfach, diese Informationen zu veröffentlichen, da Netzwerke und Agenturen sehr stark zusammenarbeiten müssen. Man vergrault sich nur ungerne Partner, die Umsatz und Kunden bringen, andererseits möchte man das beste für den Kunden herausholen.

Die beste Methode sich vor betrügerischen Agenturen zu schützen, ist meiner Ansicht nach die Dienstleister wissen zu lassen, dass ihr als Advertiser professionelle (evtl. externe) Helfer habt, welche die Arbeitsmethoden der Hausagentur überwachen! Auch ein guter “ Bluff“ kann an dieser Stelle ganz hilfreich sein….

Alternativ könnt ihr auch mein eBook „Blacklist Affiliate Marketing“ für nur 9.999.999,99 € bestellen oder euch meine Auswahlhilfe zur passenden Affiliate Agentur durchlesen! 😉

Stay clean, Tony.

72 Antworten auf „Affiliate Betrug auch bei Agenturen!“

  1. Zu diesem Thema sollte es endlich mal eine breitere Diskussion geben. Auch bei den Netzwerken gibt es seltsame
    Lecks, in denen Sales einfach verschwinden…

  2. Moin Toni,

    mensch, auf einige der Dinge wäre ich im Traum ja nicht gekommen 😉 Auf jeden Fall eine gute Auflistung, wie man von einigen ausgenommen werden kann.

    Publishing auf Agentur-Seite finde ich persönlich nicht so schlimm. Es hängt natürlich davon ab, wie weit man es treibt. Wenn es soweit geht, dass andere Affiliates ausgestochen oder manipuliert werden, ist das natürlich zu verurteilen. Man kann ja aber auch sauber arbeiten. So verfügt man als Agentur ja nunmal mitunter über Informationen, wie man für ein Programm Sales machen kann und es gelingt dennoch nicht, Partner dafür zu gewinnen (vor allem bei kleinen Partnerprogrammen mit nicht so großem Marktpotential nicht so selten der Fall).
    Einige unserer Kunden haben uns sogar aktiv ermutigt, selbst als Publisher aktiv zu werden.

    Wenn man nicht unsauber arbeitet und mit sich selbst im Reinen ist, sehe ich nichts schlimmes daran.

    Grüße
    Patrick

  3. Ein Fraudrisiko besteht überall da, wo performance-basiert vergütet wird. Auf Seiten der Publisher, der Netzwerke, der Agenturen und selbst beim Advertiser selbst, denn selbst der Affiliate-Verantwortliche inhouse erhält am Ende des Tages einen Boni für seine erreichten Ziele.
    Lässt er Fraud wissentlich zu macht er sich mitschuldig.

    Mindestens ein Fall fehlt allerdings in der sonst sehr guten Liste: Was ist mit den Partnergruppen, die wissentlich von einer Agentur zugelassen werden, obwohl diese im Programm eigentlich verboten sind? 😉

    Es gibt nichts was es nicht gibt und Lösungen können nur gemeinsam gefunden werden.

    Gruß, André

  4. @Patrick: Da stimme ich dir zu. Solange Agentur-Publishing transparent für den Kunden und nicht gegen die eigenen Affiliates geht – Null problemo! 🙂

  5. Saucool, und echt nich zu verachten das ganze..
    @Hans, jo hab ich auch manchmal das Gefühl.. liegt Teils aber sogar an den Advertisern… un dden Netzwerken natürlich.. frag ma n Netzwerk ob es dir ne detailierte & kommentierte Auswertung der Rohdaten gibt 😉 das wird mitunter richtig abenteuerlich…

    Wolln wir nun auch noch drüber reden das Advertiser innerhalb Ihrer Unternehmung verschiedene Interessenskonflikte haben?

    Dann wird die Runde kuschelig und ziemlich interessant 🙂

    @Tony.. Wissen und nix tun is halt auch strafbar.. ob da der Post so schlau war? Hoffe die Idee haste dir nich von ZX aufdrängen lassen.. 😉

  6. @BB: Ich lass mir nix aufdrängen, außer von meiner Mama! 😉

    Aber das Thema brennt mir schon lange unter den Fingernägeln, weil alle nur Richtung Publisher schauen wenns Probleme gibt. Leider gilt wie so oft in der Wirtschaft: Je größer die Unternehmung, desto mehr kannste dir erlauben ohne an den Pranger gestellt zu werden …

    @Andre: Danke, SEHR gute Ergänzung!

  7. Hallo,

    guter Beitrag. Nicht nur pure Panikmache sondern auch konkrete Beispiele und Lösungsansätze…

    Grüße

    Gretus

  8. das ist einer der wenigen Artikel die äußerst interessant geschrieben sind, einen Mehrwert besitzen und zur Diskussion anregen – danke dafür!

  9. @Dirk: Jo, hab ich bereits angeleiert! Werde wohl ein neues Monitoring Tool vorstellen, hehe.

    PS: Wollten wir nicht zusammen ein paar Kekse backen? Biste auf dem Stammtisch in Hamburg heute?

  10. Hallo Tony, du bist wie immer einer der die Sachen ausspricht über die andere lieber schweigend hinwegschauen 😉

    Ich bin ganz deiner Meinung, wenn es darum geht, Licht in das Dunkel zu bringen und höhere Transparenz für alle Beteiligten zu schaffen.

    Die Sache mit Publishing auf Agenturseite haben wir soweit gelöst, indem wir als Agentur sowie Mitarbeiter bei Kundenprojekten nicht als Affiliate aktiv sind.

    Am liebsten ist es mir allerdings, wenn Agenturen gar kein Publishing vornehmen. Da dort natürlich die Möglichkeit gute Ideen und Konzepte „zu übernehmen“ sehr nahe liegt.
    Nicht umsonst gibt es ja einige ehemalige Agentur-MA die jetzt Vollzeit als Affiliate aktiv sind.

    (Das gleiche gilt im übrigen auch für Netzwerkmitarbeiter 😉

    Für transparentes Affiliate Marketing!

    Martin

  11. klasse, tony – danke für den konstruktiven bericht. das problem am thema ist, dass es sich komplett durch das ganze geschäftsmodell zieht: affiliate – netzwerk – agentur – advertiser. und grundsätzlich verdienen alle mit, außer dem advertisier – der zahlt 😉

    wenn man an das thema rangeht muß man es abteilungsübergreifend betrachten und lösen. basis muß ein leistungssstarkes webcontrolling sein!

  12. Sehr guter Artikel. Ich denke damit wirst du dir nicht nur Freunde gemacht haben. Zur Ergänzung: sind Agenturen erstmal top Publisher eines Advertisers der 2 Partnerprogramme hat, wird dieser damit auch gerne mal erpresst, nach dem Motto: „du weißt ja wie viel Sales nur über unser Publishing im Programm A reinkommt, nimmst du mir das Partnerprogramm B weg, dann stoppe ich A“ !

    …so kann man auch Erfolg haben!

  13. Super Artikel.

    Eins ist mir nicht klar.

    „Es war mal eine große, sehr bekannte Agentur, die für einige Kunden sowohl die SEM-Kampagnen betreut (inkl. Brands), als auch das Partnerprogramm steuert und beaufsichtigt. In dieser Kombination war es ein leichtes, die Agentur als Publisher anzumelden und einen Teil des Brand-Traffics über die eigenen Partnerlinks umzuleiten. “

    Haben die die Sales dann doppelt abgerechnet? Sonst würden diese ja in einem Kanal fehlen.

  14. ALLE schafe sind gefährlich!!!

    hier der beweis:

    es wird in kürze noch ein artikel auf dummlaut folgen…lammfromm wie immer…

    määäääääähhhh!!!!

  15. Das ist heftig! Da denkt man, dass man schon alles gesehen hat und dann kommt das. Ich wäre im Traum nicht auf einige deiner Ausführungen gekommen.

    Ich schließ mich da aber mal Bianca an: Ich hoffe du weißt mit dem Wissen umzugehen und siehst dabei nicht nur zu 😉 Der Beitrag hier ist in jedem Fall schon ein guter Schritt!

  16. Das ist ja noch nicht alles. Wenn einem von der Agentur erzählt wird, dass man die Provisionierung nicht heruntersetzen sollte, weil dann der Umsatz gleich stark einbricht, obwohl man im Vergleich die besten Konditionen hat und man dann noch merkt, dass es eigentlich um die Angst geht, dass die Agentur weniger einsackt, dann weiß man, dass man eigentlich auch nie wirklich gut beraten oder unterstützt wird. Und in dieser Richtung hatte ich jetzt schon einige schlechte Erfahrungen. Schnelles Geld ja. Gute Beratung, Einsatz für eine Service Fee, die man zahlt etc.pp. Fehlanzeige. Ganz zu schweigen von den zum Teil grottigen Partnerseiten, die hinsichtlich der Usability so schlecht sind, dass man das Gefühl hat, die Agenturen möchten gar nicht, dass man die Ergebnisse leicht einsehen, tracken und vergleichen kann. Geschweige denn, dass Programm leicht pflegen kann.

  17. Netter Beitrag, aber überrascht hat er mich nicht 😉 Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viel Unwissen selbst im Jahr 2009 noch in der Branche herrscht, so dass solche Aufklärung so schockieren kann. Leute, beschäftigt Euch mehr mit den technischen Hintergründen und Prozessen… das ist das Einmaleins des Affiliate-Marketings.

  18. Klasse Beitrag. Doch als Publisher wird mir dies ein wenig zu einseitig betrachtet. Natürlich gibt es nicht wenige schwarze Schaafe auf Publisherseite, mit Sicherheit drücken einige Agenturen manchmal auch beide Augen zu, dies trifft wohl auch auf Netzwerkseite ab und an zu. Aber die Merchants sind leider auch nicht alle heilig.
    Dennoch glückwunsch für deine Courage, dieses Thema hier in einer konstruktiven Art und Weise anzuschneiden.

  19. Leute, besten Dank für eure tollen Kommentare und die Diskussion! @CBS hat vollkommen Recht: Vor allem Advertiser sollten sich wesentlich stärker mit den technischen Hintergründen auseinandersetzen – Wissen ist hier definitiv die beste Art der Prävention!

  20. Klasse Artikel,

    hoffe, Du bist jetzt nicht zu vielen auf die Füße getreten….. 😉
    Ich find es sehr gut, dass man solche Praktiken auch einfach mal öffentlich macht, um den Druck zu erhöhen etwas dagegen zu unternehmen.

    Christoph

  21. @Christoph: Es wird sich garantiert niemand beschweren, wäre ja eine PR-Selbstmord-Aktion. Sollte es Agenturen geben, die Probleme mit diesem Bericht haben, dann habe ich nur eine einzige Gegenfrage:

    „Warum fühlt ihr euch angesprochen?“ 😉

  22. wieder ein grund mehr, sich das geld und die zeit fuer die bvdw-mitgliedschaft zu sparen.

    was passiert denn hier? tony? fuer euer affiliate-netzwerk habt ihr doch einen bvdw-vertreter. und die hier gemeinte agentur ist doch auch im bvdw ak affiliate. da werden doch staendig beschluesse gefasst und codes erstellt. kann man sich da nicht einigen?

    „Beschiss auf Agenturseite ist mindestens genauso verbreitet wie die Versuche der Publisher, das System auszutricksen.“

    den schlimmsten fall bei mir verursachte ein kollege von dir aus meiner sicht. das statement aus eurem hause war dann lediglich „geldgier“.

    so super die techniken hier beschrieben wurden, ich haette mich als mitarbeiter eines affiliate-netzwerkes nicht getraut so zu „plaudern“ (sorry). es sei denn, ich haette einen auftrag dazu. dann bitte aber auch mehr zu view-cookies & co demnaechst und den szenarien des umstellens ohne informationen an alle beteiligten. uebrigens. google baut sein verhaeltnis zu den agenturen gerade auf. ihr jezt im gegentrend? kann ich mir kaum vorstellen.

    und schoen, dass du brandprotection angesprochen hast. ich empfehle hier eher und unbedingt tools.sistrix.de/sem/brandprotection. da stimmen preis & leistung im verhaeltnis. wir haben das jetzt die letzten vier wochen getestet. top. und neutral von allen netzwerken.

  23. Hi Ron,

    ich habe keine Agentur direkt angesprochen, für Kommentare bin ich nicht verantwortlich. Aber es scheint ja doch zu brodeln, ansonsten wäre sicherlich keine so heisse Diskussion entstanden.

    Hört sich fast so an, als ob du dich angesprochen fühlst? Ich hoffe nicht. 😉

    Was hat der BVDW damit zu tun? Ich denke, du weisst so gut wie ich, was von Gremien dieser Art zu halten ist, wenn es um die Praxis und das Geschehen hinter den Kullissen geht. Da kann der BVDW absolut nix machen / ändern / verbessern.

    Mir geht es darum zu zeigen, dass Fraud kein Problem ist, das ausschließlich Publisher und ihre Netzwerke betrifft.

    Siehst du das anders? Wenn du schon konkrete Fraud-Fälle ansprichst, können wir das Thema gerne nochmal anhand von ganz konkreten Beispielen erörtern, würde mich sehr freuen mit dir darüber zu diskutieren…

    BTW: Über das Tool von Sistrix habe ich auch schon einiges gehört, sicherlich ebenfalls eine adequate Lösung!

  24. Beide Daumen hoch für Ron!!!

    Und das sage ich nicht, weil ich selber Agenturmitarbeiterin bin und auch nicht, weil ich mich vorher angepisst gefühlt hätte…

    Aber die Machenschaften einer bzw. einzelner Agenturen oder die Bescheiß-Versuche einiger Publisher als Usus darzustellen, finde ich zum Kotzen. Aufklärung/ Aufdeckung solcher Taktiken befürworte ich auf jeden Fall, aber dann bitteshön Butter bei die Fische und Namen nennen!

    Denn Panikmache und Mißtrauen gegenüber seriösen Agenturen auf Advertiser-Seite ist das letzte, was unsere Branche braucht!

  25. @Miri: Das ist doch nicht dein Ernst, oder? Ich plädiere hier lediglich dafür, dass auch Agenturen (genauso wie alle anderen Akteure inder Branche) kontrolliert werden sollten – was nix mit Panikmache zu tun hat. Siehst du das etwa anders?

    Mir ist schon klar, dass dieser Bericht einigen Agenturen nicht schmeckt. Aber solange ich dankbare Anrufe von Advertisern bekomme, weil ich als einziger dieses Thema mal auf den Tisch bringe – ist das für mich in Ordnung.

  26. Ron, wenn du schmutzige Wäsche waschen willst, bitte. Sag was du zu sagen hast! Ich bin offen für jede Kritik. Feuer frei …

  27. Lol! Eben diese Advertiser, die erst durch Dich über solche Vorgehensweisen aufgeklärt werden müssen, sind die die sehr empfänglich für solch polarisierende Statements sind. Gerade das von Dir beschriebene technische Unwissen und die Angst vor Fraud geben dem Affiliate-Kanal immer diesen bösen Beigeschmack.

    Auch ich habe nichts gegen Kontrolle, damit sich endlich mal die Spreu vom Weizen trennt!

    Es ging mir lediglich um die Verallgemeinerung in Deinem Artikel.

  28. In dieser wunderbaren Doppelmoral-Branche haben natürlich alle eine weiße Weste nach außen, inklusive der Netzwerke.

  29. Nachricht: Schöner Beitrag, aber mal ganz ehrlich die Jungs von Projecter sind doch sehr aktiv beim Thema Agentur-Publishing … siehe http://www.coupondeal.de undvieleandere .. ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Gute Ideen und Lösungen im Affiliate Marketing fallen vor allen erstmal den Mitarbeitern der Agnturen auf und werden schamlos für eigene Projekte kopiert. dmn

  30. @Miri: Verallgemeinerung is sicherlich nicht gut, leider war es hier nicht anders möglich. Wenn ich wirklich mal Tacheles geredet hätte, dann würde jetzt die Sch*$%§ in großen Wellen über mir zusammenbrechen. 😉

  31. Oh man, entweder einige Agentur-Chefs haben hier ein gewaltig überschätztes und zu großes Ego oder sie bellen halt nur sehr laut, weil sie hart getroffen sind.

    Auf jeden Fall extrem unprofessionell!

    @Tony: Weiter so!

  32. @tony: Du weißt doch: wer A sagt, muss auch B sagen!

    Fangen wir heute mal mit dem A an (B gabs leider nicht)… 😉

  33. Na,
    die Branche wird aus Kundensicht zwangsläufig immer mehr in Richtung Transparenz und Qualität drehen. Dabei wird es bald nicht nur einige Agenturen zerreißen, deren Geschäftsmodell durch den Wegfall des Google-„Kickbacks“ in Frage gestellt wird. Da stellt sich dann immer die Frage nach der Ethik. Das ist ja nicht nur im Affiliate Marketing so.

    Grundsätzlich gibt es bei allen Beteiligten Netzwerken, Agenturen und Publishern Nachholbedarf zum Thema Transparenz und Sauberkeit. Wer einen Code of Conduct, egal ob als Agentur oder Netzwerk ernst meint, dem kann es gar nicht genug Transparenz in diesem Bereich geben; warum also die Aufregung. Allein der offene Dialog über die Thematik hilft der ganzen Branche weiter, weil bei den wirklichen Marketeers das Thema Affiliate ja leider vielfach „Sondermüllmarketing“ ist.

    Also bitte mehr Offenheit in der Diskussion und kein Fingerpointing, das das wahre Problem verdeckt.

  34. es wird zeit, dass die branche sauber wird:

    aber vorsicht vor den nebenwirkungen:

    wobei die einzige nachhaltige lösung doch viel einfacher wäre:

    fightclub 2.0…das fest der hiebe…coming soon…:-)

  35. meine Güte…. ganz ehrlich: weiter so Tony!

    hier gibt es ja mal klare zx Hasser unter den Schreibern – na jut, darüber lässt sich streiten – ich find die Jungs super (Heimvorteil) – genauso aber wie Affilinet – vom Rest halte ich nix. Zugegeben: schon kritisch, wenn ein xz Mitarbeiter sich mit solchen Statements in der Öffentlichkeit präsentiert – aber wurde dies nicht gerade noch angeprangert, nicht alles zu verallgemeinern? vergesst mal nicht: das hier ist die private Site von Linkmafia und nicht der News Blog von zx.

    Haaaaaaallo Agenturen?! Wo seid ihr denn? wieso stellt sich denn keiner mal auf die Hinterfüßlein und NUTZT diese Diskussion? Hier habt ihr doch die Chance – mal günstig für euch die Werbetrommel zu rühren – aber wer fällt mal wieder negativ auf und bellt am lautesten? hach Ron – komisch ich kenn da auch so einige aus deinem Team, die… na lassen wir das. …mach Urlaub, Boy – komm gut erholt wieder und meld dich dann vll. noch mal zu Wort.

    Natürlich unterstützt ihr Agenturen den Advertiser – ungemein sogar! Euer Branchen KnowHow bringt dem Advertiser Neukunden, Sales … und dabei nehmt ihr nicht nur ihm sondern auch den Netzwerken allerhand Arbeit ab – kassiert dabei -logisch- Kickback – wie soll es auch anders sein?!

    man, es geht doch nur darum, mal ein wenig aufzudecken, was der Advertiser nicht heckt! Einige denken nun: soll er ja auch nicht, dafür gibt es ja Agenturen, sonst wären diese arbeitslos. stimmt – für jeden Bereich gibt es
    eben einen Spezi, der sitz da auch nciht ohne Grund auf seinem Posten. ABER: man kann in meinen Augen schon mal darauf aufmerksam machen, dass es nicht immer mit richtigen Dingen zugeht – und sorry: die Transparenz fehlt einfach oftmals. Jeder sollte seinen Teil dazu beitragen – Agenturen, Netzwerke und wir Publisher auch. Und die guten „sauberen“ Pubs werden durch kontinuierlich gute Zusammenarbeit mit Agentur/Netzwerk mehr von haben – wie eben auch die sehr guten, professionellen Agenturen so von einer dauerhaften Partnerschaft mit dem Advertiser profitieren wird. Empfehlung ist eben alles!

    Happy Family. Habt euch lieb!

  36. Als Leiter des AK Affiliate Marketing im BVDW bin ich für Hinweise, Ideen und Vorschläge wie wir die Branche voran bringen können immer offen. Der CoC den wir im BVDW entwickelt haben und auch kontinuierlich weiterentwickeln werden ist dafür nur ein Baustein.

    Anders als es sich scheinbar viele wünschen ist ein Verband weder eine Art Internetpolizei, noch ein Gericht. Wir können uns im Verband immer nur auf allgemeine Grundregeln und Empfehlungen einigen, einhalten und durchsetzen muß das schon jeder für sich allein. Es ist die freie Entscheidung der Marktteilnehmer, z.B. nur noch mit Unterzeichnern des CoC zusammenzuarbeiten und die Regeln des CoC zum Vertragsbestandteil zu machen. Pauschale Kritik nach dem Motto „das bringt doch alles nichts und es hält sich eh keiner dran“ bringt uns da überhaupt nicht weiter. Alle die sich hier qualifiziert und in der Sache einbringen möchten sind gern im AK willkommen!

    Die nächsten Erweiterungen des CoC werden sich übrigens nicht mehr mit der Publisherseite, sondern mit der Advertiser- und Agenturseite beschäftigen. Hier braucht es tatsächlich noch wesentlich mehr Transparenz gegenüber den Publishern, Stichworte dafür sind z.B. Trackingweichen und Order-Deduplizierung, Nachvollziehbarkeit von Stornos, Verlässlichkeit von Absprachen, Schutz der „intellectual property“ der Publisher und noch einiges mehr.

    Und auch noch ein paar Anmerkungen zum Beitrag:

    * Publishing auf Agenturseite
    Da sehe ich überhaupt keine Konflikte, höchstens bei Mini-Agenturen. Sobald ein Unternehmen eine gewisse Größe und Struktur hat, sind das doch unterschiedliche Menschen oder gar Abteilungen. Und warum sollte sich ein Affiliate Manager vom Projekt Manager im Büro nebenan in sein Programm reinreden und die Butter vom Brot nehmen lassen?

    * Traffic-Diebstahl
    Wenn so etwas passieren sollte, dann ist das aus meiner Sicht ganz klar Betrug. Wer davon Kenntnis hat, oder zumindest Hinweise liefern kann, sollte das betroffene Affiliate Netzwerk informieren und ggf. gemeinsam mit diesem Strafanzeige stellen. Das gilt vor allem für das erste Beispiel. Ein Blogbeitrag ist dafür absolut die falsche Form. Gibt es keine Hinweise oder Beweise, dann sollte so etwas natürlich auch nicht behauptet werden.

    Beispiel 2 halte ich außerdem für absolut unrealistisch, da:

    a) Wenn so etwas geplant wäre, dann würde das Tauschen der Links (mehr oder weniger unsichtbar) im Adserver der Agentur erfolgen und nicht auf einer dubiosen Zwischenseite beim Merchant.
    b) Es fehlt auf der Zwischenseite der Bezug zum Affiliate-Netzwerk (setzen des Cookies für den neuen Partner), sprich es würden (da kein erneuter Klick über das Netzwerk erfolgt) gar keine Provisionen umgeleitet werden können.
    c) Die Zwischenseite liegt beim Merchant, d.h. dieser würde sich aktiv am Betrug beteiligen, ohne davon irgendeinen Vorteil zu haben. Warum sollte er das tun?
    d) Denkbar wäre natürlich durchaus, über eine Trackingweiche einen Teil des guten Affiliate-Traffics auf andere Kanäle zu leiten (z.B. SEM oder Display). Auch hier bleibt aber das Problem des Trackings in den anderen externen Systemen bestehen, da ja der erneute Klick über diese Systeme fehlt.

    Die meisten Zwischenseiten sind übrigens ganz einfach High-Traffic-Landingpages zur Entlastung der Shopsysteme. Im Zuge von sauber aufgesetzten Post-View-Lösungen sollten diese Notbehelfe Schritt-für-Schitt wieder verschwinden. Das dauert aber leider einige Zeit, und bedingt vor allem auch die Mitarbeit von Netzwerken und Publishern – das führt mich wieder zur Umsetzung des CoC (speziell der Punkt „nur zugelassene Werbemittel für Post-View verwenden“).

    Wenn man also Content-Publisher auf solche Zwischenseiten stößt, dann sollte man die Agentur bzw. den Merchant kontaktieren und für seine Content-Links nach einem direkten Link ohne Zwischenseite fragen. Wird normalerweise ohne Probleme zur Verfügung gestellt.

  37. In dem Zusammenhang sollte erwähnt sein: Aktuell sehr beliebt bei Publishern ist ja das Cookiedropping oder feiner ausgedrückt „PostView“. Einige Agenturen machen aktuell folgendes: Für das Affiliatmarketing wird der gleiche Agentureigene AdServer verwendet wir für das übrige Display-Geschäft (TKP/CPC-Buchungen bei Vermarktern). Die Agentur bekommt vom Kunden da Ok PostView zu machen (oder auch nicht – der Kunde kann eh nicht nachvollziehen ob ein Sale durch einen Klick oder einen View zustande kam). Die Agentur setzt nun aber die PostView Technik ihres AdServers nicht nur bei den Affiliate-Kampagnen (für die es eigentlich gedacht war) ein sondern streut die eigenen Cookies zusätzlich auch bei TKP- und CPC-Buchungen. Effekt: Der Kunde bezahlt der Agentur TKP/CPC, diese setzt fröhlich Cookies und rechnet die entstehenden Leads/Sales nochmal über das Affiliatemarketing ab.

  38. ach und auch noch auf die liste der netten agenturspielchen zu setzen: kickbacks! die agentur bekommt üblicherweise 15% agenturprovision vom kunden für ihre leistung. weil ihr das aber zu wenig ist macht sie druck auf die netzwerke und verlangt bonuszahlungen von den netzwerken an die agentur. damit fließt das geld also vom kunden zur agentur zum netzwerk und ein teil wieder vom netzwerk zur agentur zurück – ohne dass der kunde das irgendwie nachvollziehen könnte.

  39. LoL, der Ron… klassisches Eigentor. Wer im Glashaus sitzt sollte wirklich lieber in den Urlaub fahren als hier die dicke Lippe zu riskieren.

  40. hey jungs, jetzt kommt mal beide wieder runter…..
    man muss sich hier nicht die augen auskratzen wie zwei wildkatzen. oder das alte spiel, ich petze wenn du petzt, spielen.

    ist nicht nur unprofessionell und unkonstruktiv sondern schadet uns allen. tony hat schon recht, und das recht, mißstände anzusprechen. ich kann ron aber auch verstehen, wenn er nicht alle über einen kamm geschert sehen möchte.

    also, lasst uns doch wieder konstruktiv mit dem zhema umgehen – zumindest die interessierten.

  41. @hans:
    „Der Kunde kann nicht nachvollziehen, ob ein Sale über einen View oder über einen Klick kam“? Bitte??? Dann wird er tatsächlich von der falschen Agentur betreut!

    ach, und wenn Du mir dann noch ein Netzwerk nennst, welches mir irgendwelche Bonuszahlungen zukommen lässt… Immer her damit! 😉

    @nuub: ganz Deiner Meinung, das ist hier nicht das zanox-Blog! Und MIR geht es auch nicht darum von eigenen Fehlern abzulenken und mit dem Finger auf die Netzwerke zu zeigen. Ich bestehe nur darauf, dass nicht alle Agenturen in einen Topf geworfen werden. Der Artikel ist gut geschrieben, nur die Aussage

    „Beschiss auf Agenturseite ist mindestens genauso verbreitet wie die Versuche der Publisher, das System auszutricksen.“

    ist nicht richtig und meiner Meinung nach unfair sowohl gegenüber Agenturen, als auch Publishern.

  42. @ Miri:

    Schmeisst Tony denn alle Agenturen in einen Topf?

    Im Umkehrschluß würde dies bedeuten, wenn alle Agenturen das machen würden, dann würden ja auch alle Publisher betrügen.

    Wenn 5% aller Publisher betrügen würden, würde das nach Tonys Aussage „mindestens genauso verbreitet“ auch 5% der Agenturen betreffen. Also meint er nicht alle 🙂

  43. Das ist hier nicht das Zanox-Blog, richtig. Wenn aber ein Mitarbeiter einer Firma einen Blog hat (und auch noch solch einen bekannten), fallen die Inhalte automatisch auf die eigene Firma zurück. Fraglich, ob der Beitrag mit zanox abgesprochen war.

  44. miri hat recht! ich als publisher fühle mich in der tat unfair behandelt. ich will eine frau sein und möchte, dass ihr mich in zukunft loretta nennt.

    ausserdem fordere ich eine frauenquote in der geschäftsführung bei internetbutzen und seoklitschen. wird diese nicht eingehalten, zieht die umgehende enteignung oder zwangsgeschlechtsumwandlung (die wir bei fore!titude übrigens auch für alle tunnelgrabenden wesen fordern, aber das ist ein anderes thema) nach sich.

    ich habe den ersten schritt getan:
    http://www.internetworld.de/Nachrichten/Trends/Gut-fuer-Vermarkter-Websites-fuer-Frauen-20658.html

    wegschauen ist keine lösung, aber ein gutes mittel gegen lachkrämpfe.

    grüßgottundherzlichwillkommenimlanddeslächelns
    jens

    p.s.: lang lebe die armee der 3monkeys – wieder einmal werden die tiere über die welt herrschen 🙂

  45. Bei großen und professionellen Unternehmen gibt es klare Richtlinien für das Betreiben von Blogs.

    Die Frage ist: Wird das hier eingehalten, was solche Unternehmen den Mitarbeitern an Regeln abverlangen?

  46. Hey Tony wusste gar nicht dass Du ein großes Unternehmen bist und Dir Regeln gemacht hast 😉

    @heinz
    klopf, klopf – das ist ein privat betriebener Blog hier.

    Grüße
    Dirk

  47. @ Dirk: Du hast es nicht verstanden.

    Große Unternehmen, zu denen auch Axel Springer (Zanox Mutter) gehören, haben häufig Regeln für die Mitarbeiter was das Betreiben von privaten Blogs angeht. Arbeite mal bei Google, dann weißt du wovon ich spreche 🙂

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil 😉

  48. Und Tony setzt sich schon mit Themen auseinander, die seinen Arbeitgeber betreffen. Heißt nicht, dass er solche Regeln verletzt, die es unter Umständen geben könnte.

    Was denkst du, passiert, wenn ein Arbeitnehmer bei Philip Morris etwas gegen das Rauchen in seinem Blog schreibt.

    Die freuen sich bestimmt, dass er das macht 😉

  49. ich verstehe schon wie das gemeint ist, allerdings bin ich der Auffassung dass jemand der sich in der Branche generell bewegt, darüber auch berichten sollte oder eben auch mal Kritik ausüben darf, ohne den Stempel aufgedrück zu bekommen dass er unter anderem mal nun auch in einem Netzwerk arbeitet. Wir beide sind da sozusagen leidesgenossen 😉
    Zudem wurden von Tony keinen Namen genannt oder behauptet dass bei seinem Arbeitgeber solche Praktiken geduldet werden. Letzendlich wurden nur Methoden aufgezeigt die es gibt, wo diese statt finden steht auf einem anderen Blatt.
    Seinen Beitrag kann man doch hier super kritisieren, ich finde es eher nervig da gleich mit der „Du bist zx Mitarbeiter-Nummer“ zu kommen.
    Darum mein Post 😉

  50. Es scheint aber auch Merchants zu geben die merken was die Agentur da anstellt. Sonst würde so manch Merchant nicht jedes Jahr nach einer neuen Agentur suche. Aktuelle Wechsel sind ja bestens bekannt.

  51. N’abend zusammen,

    Ich denke wir sollten das Thema für heute zum Ende bringen.

    Es geht hier nicht darum, destruktives Fingerpointing zu betreiben, sondern die Diskussion über unsaubere Arbeitsmethoden um einen Blickwinkel zu erweitern. Die Reaktionen auf diesen Artikel haben eindeutig gezeigt, dass es an dieser Stelle noch viel „Optimierungspotential“ gibt.

    Lasst uns miteinander (Affiliates, Netzwerke und Agenturen) versuchen die Dinge zu verbessern, also mehr Transparenz und Fairness in die Branche zu bringen. Mehr will ich als Idealist gar nicht.

    Noch ein paar letzte Statements:

    @Martin, Patrick, Ron und Ralf: Vielen Dank an euch für die Beteiligung an der Diskussion als Vertreter der Agenturseite!

    @ alle anonymen Kommentatoren: Ich kann auf jeden Fall nachvollziehen, dass nicht jeder seinen Namen preisgeben möchte, würde es mir jedoch wünschen! Ich finde es einfach fairer, besonders wenn man teils harte Kritik äußert.

    @Jens: Nimmst du zu wenig oder zu viele Drogen?! lol.

    @Frank & Heinz K: Ich muss Dirk 100%ig zustimmen. Wie er und viele andere richtig erkannt haben, ist die Linkmafia mein privater Blog. Ich könnte hier auch Liebeshymnen auf affili.net verfassen, es wäre meine Privatsache (wenn auch etwas ungeschickt).
    Glücklicherweise habe ich als Blogger die gleichen Ziele wie zx: Mehr Transparenz und Fairness in der Branche! Sofern ich keine Internas ausplaudere gibt es also keinen Interessenskonflikt und alleine die Tatsache, dass ich so frei schreiben kann, sagt viel über den Spirit der Company aus.
    Wer die Linkmafia kennt der weiss auch, wie viele Tipps, Tricks und Anleitungen ich hier gebe, mit denen man als Publisher Umsatz machen kann. Es geht hier um Best-Practise, ne Menge Spaß und das Teilen von Wissen. Gleiches gilt für meinen Podcast. Kein Affiliate der bei Verstand ist zeigt Anhand eigener Projekte und Versuche, wie sich Geld verdienen lässt (soviel zum Thema Nebenverdienst, Ron). Und glaubt es oder nicht, aber auch „Geld verdienen“ ist ganz im Sinne meines Arbeitgebers … 😉

    Das traurige ist eher, das NIEMAND wirklich widersprochen hat. Demnach sind wir uns scheinbar alle einig, dass es – natürlich nur vereinzelt und NICHT allgemein, Miri 🙂 – solche unsauberen Methoden gibt. Ich plädiere nach wie vor für gutes Controlling bei den Advertisern, Dienstleister eingeschlossen.

    Danke euch allen für die unglaubliche Response!!! Tony gibt euch was ihr wollt und macht „weiter so“! Ganz in diesem Sinne verabschiede ich mich für heute:

    😛

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